Sonntag, 2. Dezember 2012

Arbeitslager Tully







Einen schönen ersten Advent allerseits!


Wir haben die erste Arbeitswoche erfolgreich gemeistert. Paula hat auf einer Bananenplantage eine Stelle bekommen und durfte die ganze Woche kleine Sprinkler für die neuen Bananenpflanzen zusammenbauen (100/h). Bei Andreas hat die Woche in einer Fabrik angefangen die Bananenkisten herstellt aber nur zwei Tage als Aushilfe. Die anderen Tage ging es auch auf die Plantage bzw. in die Halle wo die Bananenstauden verarbeitet werden. Die spannende Aufgabe war, von allen Stauden (350/h) die Tüten abzuziehen, nach Farbe zu sortieren und bündeln. Fazit ist: Die Fließbandarbeit ist saulangweilig, dreckig und nass. Hinzu kommt, dass wir durch die ungewohnten und häufig selben Bewegungen Blasen an den Fingern und Sehnenscheidenentzündungen an den Handgelenken haben. Aber wir wollen ja nicht rumheulen: unsere Eltern hätten sich früher gefreut so nah an die Bananen ran zu kommen und es gibt auch noch ausreichend Geld dafür (20,- $/h). Somit haben wir es in dieser Woche endlich geschafft, mehr Geld einzunehmen als auszugeben! Yeah!

In Tully selber hat sich immer noch nicht viel getan. Die einzige Sehenswürdigkeit haben wir heute besichtigt: der 8 Meter große Gummistiefel welcher den maximalen Niederschlagswert pro Quadratmeter und Jahr wiederspiegelt. Tully ist somit der regenreichste Ort Australiens. Bis auf einen Tag haben wir davon noch nichts mitbekommen, denn im Schnitt sind es am Tag 30 °C und es ist heiß. Es ist ein komisches Gefühl, bei diesem Wetter Weihnachtsdeko auf den Straßen und in den Geschäften zu sehen! J

So, jetzt ist es 21:30, ab ins Bett. Für Paula heißt es morgen wieder: 5:00 aufstehen, 6:00 fährt der Bus, 7:00 – 16:00 arbeiten, 17:00 zuhause sein, duschen, essen, lesen, 21:00 schlafen....
Der Felschie muss erst mal noch seine Sehnenscheidenentzündung auskurieren. Naja, selbst ist die Frau.

Herzliche Grüße, Paula und Andreas



"Einkaufsmeile" von Tully
"Einkaufsmeile" von Tully

Anhänger vom Traktor mit den Bananenstauden

Dann werden sie aufgehangen und "ausgezogen".

Hier werden die einzelnen Bündel abgeschnitten und zum weiterverarbeiten
auf's Fließband gepackt. Anschließend werden sie gewaschen, in kleinere
Bündel geschnitten und verpackt.





1 Kommentar:

  1. Das sieht ja richtig nach Arbeit aus... ;-)
    Ich wünsche Andreas und seiner Sehne alles Gute. :-P
    Und @Paula: Halt die Fahne hoch! Du bist jetzt der Ernährer der Familie! ;-D

    LG
    Lars und Kerstin

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