Samstag, 27. Oktober 2012

Brisbane und der erste Job!


Da sind wir nun also, in der drittgrößten Stadt Australiens (ca. 2,1 Mio. Einwohner). Einheimischen nennen Brisbane auch „Brisvegas“ und krönen sich selbst zur „Neuen Weltstadt Australiens“. Auf dem ersten Blick ist die Stadt etwas überschaubarer als Sydney und Brisbane hat erstmal keine eindrücklichen „Eyecatcher“ wie sie Sydney zu bieten hat. Es soll hier aber trotzdem schöne Ecken geben – machen wir uns also auf die Suche!
Ein erster Hingucker ist auf jedem Fall der Strand. Da Brisbane nicht direkt am Meer liegt – hat man sich hier selber einen Strand mitten in der Stadt errichtet. Also kann man Baden gehen mit direktem Blick auf die Wolkenkratzer!!! J
Nun zu unserem Hostel „Somewhere to stay“ – ein sehr gemütliches Hostel für ca. 80 Leute aus verschiedenen Ländern, die meisten allerdings aus Frankreich und Deutschland. In der Küche oder beim Essen auf dem Balkon kommt man schnell mit anderen ins Gespräch – und wer nicht reden will, geht einfach in den von Palmen umgebenen hauseigenen Pool.
Damit wir uns diesen „Luxus“ auch noch die nächsten Monate leisten können drängt sich uns im Hinterkopf immer wieder der Gedanke auf – schaffe schaffe oder auch – ohne Moos nüscht los. So haben wir die letzten Tage also mehrere Jobangebote angeschrieben, angerufen oder haben einfach im Supermarkt den Infodesk belagert! Der entscheidende Tipp kam mal wieder – natürlich von einem Deutschen. „Geht doch mal zur Jobagentur xy....“ , gesagt getan! Diese Agentur vermittelt „Kellnerjobs“ – das ist natürlich genau das, was wir können – also hin da. Beim ersten Anlauf wurden wir dann erstmal eiskalt abgeblockt – ohne RSA (Alkoholausschankberechtigung) läuft da nichts. Mist, zurück in die Bibliothek! Diesen Kurs kann man online absolvieren und er dauert dann auch „nur“ zwei Stunden. Mit unserem frisch gedruckten Schein ging es dann am nächsten Tag zurück zur Agentur.
Dort wurden wir dann mit der Frage begrüßt „Könnt ihr drei Teller tragen und ein Tablet mit Getränken tragen? – Antwort: Ähhm, ...NO!“ Vor Ort gab es dann ein kurzes Praxistraining. Abschließen kam dann die Frage – „Was habt ihr denn morgen vor? Nichts, gut, dann seit ihr gebucht.“ Okay...... ohne Schwimmflügel rein ins Wasser.
Kurz vor der Schicht haben wir dann noch ein paar Kellnerklamotten besorgen müssen und im Supermarkt nochmal schnell „Tellertragen“ geübt und dann rein ins Vergnügen.

Sieben Stunden später (es ist jetzt nachts um eins) ziehen wir alle Hüte vor Kellnern – was ein Hammer Job! Vier-Sterne-Drei-Gänge- Menü für 700 Personen an 70 Tischen, Getränke „For-Free“, olé! Genau unsere Kragenweite für den ersten Kellnerjob! J

Nun sind wir müde und gehen ins Hostelbettchen zurück und sammeln Kraft – nächste Woche sind wir wieder gebucht – 5 Tage Catering im Stadion. Mal sehen was da auf uns zu kommt.... J

Viele Grüße an euch alle – Gute Nacht!



Der Blick vom Strand auf die Skyline von Brisbane

Der Pool


Alles frisch vom Markt


Tata, die geborene Kellnerin!

Die Karte von Brisbane


Hallo Brisbane


Nach 11h Fahrt, endlich in Brisbane.  Nur ein Punkt dazu – den Schnellzug haben die Australier nicht erfunden. J
Es war 5:30 Uhr und wir waren nach einer schlaflosen Nacht ziemlich kaputt. Aber vor uns lag noch ein Fußmarsch von 3 km zu unserem Hostel. Also die Rucksäcke auf (die scheinbar über Nacht ein paar Kilo schwerer geworden sind) und los geht’s. Das hört sich alles noch nicht so schlimm an, doch wenn man das angenehme Klima von Sydney, mit 20 grad gewohnt ist, so erschlaffen doch schon die schwülen 25 Grad um halb sechs am Morgen. Aber nach einer Stunde sind wir dann auch an unserem Hostel „SomeWhere To Stay“ angekommen. Glücklich, aber schweißgebadet. Somit haben wir uns auf eine richtige Dusche gefreut, doch diese blieb und verwehrt – von Frühanreise hat hier wohl noch niemand was gehört...
Also nochmal warten...
In der Zwischenzeit haben wir uns mit einem unbekannten Deutschen und seiner schweizer Freundin getroffen. Diese hatten ihr Handy in dem Hostel in Sydney im Save liegen gelassen. Nachdem wir ein paar mal in der Nacht geweckt wurden, da ein Handy klingelte und wir nicht wussten wo es herkam, haben wir es an einem Nachmittag dann doch gefunden. Angerufen hat ein Rodney, dem dieses Handy gehört und er es dort vergessen hatte. Da er sich gerade in Brisbane befand, haben wir ihm das Handy mitgebracht. Als Dankeschön wurden wir dann zu einem ausgiebigen Frühstück eingeladen – YEAH – schon wieder gespart!!!
Gestärkt und geduscht haben, sind wir anschließend mit, natürlich einem anderen Deutschen in die Stadt gefahren. Ein bisschen umschauen und dann ab in die Bibliothek – hier gibt es nämlich freies Internet. Und somit haben wir die erste Runde der Jobsuche eingeläutet. Ist alles gar nicht so einfach. Anscheinend haben viele die Idee einen Job zu suchen... Naja, kein Stress, wir sind ja nicht mal ne Woche im Land.
Da wir jetzt schon 1 Woche ohne ein Stück Schokolade leben, haben wir uns über ein Angebot im Coles (ein billiger Supermarkt) sehr gefreut. Es gab Lindt Tafeln für nur 2 Dollar, dass ist billiger als bei uns (und es gibt eigentlich nichts was billiger ist als bei uns) und auch billiger als die Billigschokolade im Supermarkt. Also konnten wir uns ne Tafel gönnen und genießen.
Ansonsten ist alles noch ganz entspannt. In dem Hostel findet man ziemlich schnell Leute mit denen man sich unterhalten kann, die meisten sind natürlich Deutsche.
Mit der Küche ist das hier nen bissl anders als im Hostel in Sydney, hier brauchen wir unser eigenes Geschirr und Besteck, und auch die Gewürze, das Öl und der ganze andere Kram muss sich selber mitgebracht werden. Also sind wir nun auch stolze Besitzer eines Salzstreuers und einer Pfeffermühle. Bis jetzt haben wir noch Lust und auch Zeit uns selber zu kochen. Die meisten machen sich Fertiggerichte, doch es gibt auch viele, die hier richtige Menüs zaubern, mit 400g Kängurusteak. Naja, wir bleiben dann doch bei Nudeln und Kartoffeln, aber alles frisch =).
So das soll’s dann auch erstmal gewesen sein. Wir melden uns dann morgen wieder, mit einem kurzen Bericht über Brisbane und unseren ersten Job!!!

Da müssen wir dann jetzt auch hin, liebe Grüße,
Paula und Andreas 

Sonntag, 21. Oktober 2012






Sydney


Weiter ging es mit 300 Koreanern an Board (jeder, der mal mit Asiaten über einen längeren Zeitraum (+1h) zusammen gesessen und gegessen hat weiß was das heißt... J).
Nach 10h Flug konnten wir dann im Landeanflug auf Sydney den ersten australischen Sonnenaufgang genießen. Danach hieß es dann festhalten, wir landen!

Ab durch die Passkontrolle, Stempel drauf, Gepäck schnappen und dann im Shuttle direkt vor die Haustür unseres Hostels. Evas Backpackers ist wirklich eines der besten Hostels Sydneys. Eine gemütliche und belebte Gemeinschaftsküche, saubere Bäder und ausreichend große Zimmer. Der Hammer allerdings ist die große Dachterrasse mit Grillplatz und einem atemberaubenden Blick auf die Skyline von Sydneys Innenstadt!

Begrüßt wurden wir dann hier erst mal von Matze und Susanne bei einem Frühstück einem der netten Cafés um die Ecke.
Um die Ecke, dass ist übrigens „Kings Cross“, ein sehr belebtes Viertel voll mit netten Menschen aus allen Nationen, darunter auch mehr als eine Hand voll Deutsche!














Ansonsten haben wir uns in den ersten Tagen den Touristenwegen hingegeben. Einen ersten Ausflug in die Stadt, mit Blick auf die Sydney-Opera und Harbour-Bridge, Bootstour, Innenstadt bestaunen!

Sehr beeindruckend war allerdings der Ausflug in die Blue Mountains http://de.wikipedia.org/wiki/Blue_Mountains_(Australien)
Schöne Aussichten und fernab der fotografierenden Touristen (J) sehr schöne naturbelassene Wanderwege! Diese schöne Route musste sich allerdings erst mit einem anstrengendem Auf- und Abweg bei 33°C verdient werden!

Nun sitzen wir auf gepackten Rucksäcken und begeben uns noch heute auf eine 11h Zugfahrt nach Brisbane. Die Arbeit ruft...

Tschüß Sydney, wir kommen wieder!!!

Zwischenstopp - Seoul





So, ein kleiner Zwischenstopp (6h) auf dem Flughafen von Seoul! Eines muss man zugeben. Es hätte uns bis hierhin nicht besser gehen können! Nach einer Begrüßung mit dem Saft unserer Wahl im Flieger in Frankfurt konnten wir auf unseren mehr als bequemen !Sesseln! Platz nehmen. Beinfreiheit, Decke, Kissen und Weinflatrate inklusive! Das sollte aber noch nicht alles gewesen sein – es folgte ein „Fünf-Gänge-Menü“. Und das alles mit ca. 1000 km/h über Sibirien....

Wir grüßen ganz lieb, Paula und Andreas