Da sind wir nun also, in der drittgrößten Stadt Australiens
(ca. 2,1 Mio. Einwohner). Einheimischen nennen Brisbane auch „Brisvegas“ und
krönen sich selbst zur „Neuen Weltstadt Australiens“. Auf dem ersten Blick ist
die Stadt etwas überschaubarer als Sydney und Brisbane hat erstmal keine
eindrücklichen „Eyecatcher“ wie sie Sydney zu bieten hat. Es soll hier aber
trotzdem schöne Ecken geben – machen wir uns also auf die Suche!
Ein erster Hingucker ist auf jedem Fall der Strand. Da
Brisbane nicht direkt am Meer liegt – hat man sich hier selber einen Strand
mitten in der Stadt errichtet. Also kann man Baden gehen mit direktem Blick auf
die Wolkenkratzer!!! J
Nun zu unserem Hostel „Somewhere to stay“ – ein sehr
gemütliches Hostel für ca. 80 Leute aus verschiedenen Ländern, die meisten
allerdings aus Frankreich und Deutschland. In der Küche oder beim Essen auf dem
Balkon kommt man schnell mit anderen ins Gespräch – und wer nicht reden will,
geht einfach in den von Palmen umgebenen hauseigenen Pool.
Damit wir uns diesen „Luxus“ auch noch die nächsten Monate
leisten können drängt sich uns im Hinterkopf immer wieder der Gedanke auf –
schaffe schaffe oder auch – ohne Moos nüscht los. So haben wir die letzten Tage
also mehrere Jobangebote angeschrieben, angerufen oder haben einfach im
Supermarkt den Infodesk belagert! Der entscheidende Tipp kam mal wieder –
natürlich von einem Deutschen. „Geht doch mal zur Jobagentur xy....“ , gesagt
getan! Diese Agentur vermittelt „Kellnerjobs“ – das ist natürlich genau das,
was wir können – also hin da. Beim ersten Anlauf wurden wir dann erstmal
eiskalt abgeblockt – ohne RSA (Alkoholausschankberechtigung) läuft da nichts.
Mist, zurück in die Bibliothek! Diesen Kurs kann man online absolvieren und er
dauert dann auch „nur“ zwei Stunden. Mit unserem frisch gedruckten Schein ging
es dann am nächsten Tag zurück zur Agentur.
Dort wurden wir dann mit der Frage begrüßt „Könnt ihr drei
Teller tragen und ein Tablet mit Getränken tragen? – Antwort: Ähhm, ...NO!“ Vor
Ort gab es dann ein kurzes Praxistraining. Abschließen kam dann die Frage –
„Was habt ihr denn morgen vor? Nichts, gut, dann seit ihr gebucht.“ Okay......
ohne Schwimmflügel rein ins Wasser.
Kurz vor der Schicht haben wir dann noch ein paar Kellnerklamotten
besorgen müssen und im Supermarkt nochmal schnell „Tellertragen“ geübt und dann
rein ins Vergnügen.
Sieben Stunden später (es ist jetzt nachts um eins) ziehen
wir alle Hüte vor Kellnern – was ein Hammer Job! Vier-Sterne-Drei-Gänge- Menü
für 700 Personen an 70 Tischen, Getränke „For-Free“, olé! Genau unsere
Kragenweite für den ersten Kellnerjob! J
Nun sind wir müde und gehen ins Hostelbettchen zurück und
sammeln Kraft – nächste Woche sind wir wieder gebucht – 5 Tage Catering im
Stadion. Mal sehen was da auf uns zu kommt.... J
Viele Grüße an euch alle – Gute Nacht!
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| Der Blick vom Strand auf die Skyline von Brisbane |
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| Der Pool |
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| Alles frisch vom Markt |
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| Tata, die geborene Kellnerin! |









